Casemate de Bourges PDF Drucken E-Mail
Geschichte
Geschrieben von: Michael Oehlrich   
Dienstag, den 05. Januar 2010 um 14:01 Uhr

Casemate de Bourges - Grundlagen des FestungsbauesMan findet sie – mit gewissen Abwandlungen – in zahlreichen französischen Forts oder Zwischenwerken. Insgesamt wurden 46 davon gebaut, allein im Bereich der Festung Verdun waren es 23, in Bereich der Festung Toul nur 8.

So z. B. im Fort de Vaux, Rozelier, Déramé, les Sartelles jeweils 2 – oder am Zwischenwerk von Froideterre 1, im Fort d’Uxegney 2 (Épinal), Fort de Bruley, Ecrouves etc. je 1 (Toul),

Woher stammt der Begriff?

Die „Casemate de Bourges“ wurde 1895 von dem Oberstleutnant (Commandant du Génie) Laurent entwickelt und auf dem Schießplatz von Bourges, Departement Cher, 18, getestet.

Es handelt sich hierbei um ein relativ einfaches Bauwerk mit zwei Etagen, aus Beton, für 2 schnell feuernde Geschütze. Die erste dieser Kasematten wurde im Fort d’Haudainville installiert. In der Regel baute man sie an der rechten und/oder linken Flanke eines Forts oder eines Zwischenwerkes - (z. B. im Fort de Vaux).

Ihre Aufgabe bestand im Wesentlichen darin, im Falle eines Angriffs wirksames Flankenfeuer zu geben. Zu Anfang waren sie mit Geschützen Modell Lahitolle 9,5 cm ausgerüstet, nach 1897 jedoch ausschließlich mit den moderneren 7,5 cm Geschützen, Modell 1897 - auf einer Speziallafette. So erreichte man eine größere Reichweite – maximal bis ca.

Beispiel Ouvrage Derame11 000 m. Ihr seitlicher Bestreichungswinkel betrug 54 Grad. Pro Geschütz konnten etwa 15 – 20 Schuss in der Minute abgeben werden – was für Durchbruchsversuche eines Gegners sehr hinderlich sein konnte.

Die Geschütze standen in zwei voneinander getrennten Räumen und  waren ebenerdig - in der oberen Etage - versetzt aufgestellt. Ihre Scharten waren durch eine massive Flügelmauer – ebenfalls aus Beton – vor direktem Beschuss geschützt. Für einen  Gegner, der das Fort frontal angreifen wollte, waren sie praktisch unsichtbar.

In der unteren Etage – in der Regel unterirdisch, befanden sich die Munitionsmagazine und Ruheplätze für die Besatzung.

Diese Flankenkasematten konnten auch unabhängig von einem Fort oder an Kasernenbauten und sonstigen wichtigen Stellen eines Forts errichtet werden. Während des 1. Weltkrieges wurden sie oftmals unterirdisch über Galerien mit dem Kernwerk verbunden. Vereinzelt gab es auch nachträglich eingebaute MG - Scharten

An Stelle eines betonierten Beobachtungsstandes konnte auch eine Panzerglocke eingebaut werden. In denen von Vaux und Froideterre  befinden sich noch die Geschütze am ursprünglichen Platz. Beide Anlagen gehören zu den nationalen Gedenkstätten in der so genannten „Roten Zone“.

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Nach Prof. Gaber, Nancy,  wurde die Idee solcher Flankenkasematten von den Deutschen erst verhältnismäßig spät aufgegriffen. 1908 wurde eine solche erstmals in einer der Festen installiert.

Man bezeichnete sie hier als „Zwischenraumstreiche“ oder „Traditorenbatterie“. Sie war mit 2 x 7,7 cm Geschützen in  speziellen Kasemattenlafetten bestückt, die nebeneinander in einer Kasematte untergebracht waren. Die Scharten waren durch eine 10 cm starke große Panzerplatte – Maße 4,8 x 3,2 m – geschützt, die in den Beton implantiert war. Die Scharten selbst konnten durch vertikal verschiebbare Panzerplatten – oder Panzerläden -  von ca. 5 cm Stärke verschlossen werden. Derartige Kasematten, z. Teil auch mit einer Flügelmauer, findet man beispielsweise in den Festen Wagner (G.F. Aisne), Luitpold (G.F. Yser) und von der Goltz (G.F. Marne).



 
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