Ringkanonen PDF Drucken E-Mail
Geschichte
Geschrieben von: Michael Oehlrich   
Freitag, den 26. März 2010 um 14:27 Uhr
Ringkanone - Bildausschnitt aus Meyers Konservationslexikon

Sie wurden auch als Mantelringkanonen bezeichnet - und in mehreren Ländern Europas in ähnlicher Weise gebaut und verwendet.

In den Forts und Zwischenwerken der Festung Köln waren – nach dem vorliegenden Quellenmaterial – auch 15 cm Ringkanonen aufgestellt, die von der Küstenartillerie abgegeben worden waren. Diese nämlich benötigte moderneres weit reichendes und vor allem auch schwereres „Material“  Das war zu dieser Zeit nicht unbedingt ein  Nachteil, zumal die Reichweiten solcher „Ringkanonen“ damals ausreichte, Belagerungskanonen eines möglichen Gegners in respektvoller Entfernung zu halten.

 

Wir wollen hier versuchen, auf Fragen unserer Besucher  „was sind „Ringkanonen“ eine Antwort zu finden.

Der allgemeine technische Fortschritt brachte  in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts - besonders auch im Artilleriewesen – einige bedeutende Veränderungen.

Die gezogenen, aus Eisen oder spezieller Geschützbronze gegossenen Rohre, waren an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Sie verschossen nicht mehr einfache Rundkugeln, sondern „Langgeschosse“, welche die 2 – 3 mal so lang waren, wie der Durchmesser der Rohrseele.

Hinzu kam auch, dass verbesserte Pulversorten eine bessere Energieausnutzung ermöglichten und die Läufe somit auch verlängert werden konnten, was wiederum höhere Reichweiten zur Folge hatte. Allerdings erhöhte sich damit auch der Innendruck, insbesondere im hinteren Bereich des Rohres.

Damit dann das Gewicht eines Geschützes – bzw. eines Rohres – in erträglichen Grenzen gehalten werden konnte  - und dieses auch den erhöhten Innendruck aushalten konnte, musste das Rohr im hinteren Bereich verstärkt werden. Dies geschah durch Aufschrumpfen eines rot glühend gemachten kurzen Mantelrohres auf den hinteren Teil des Kern- oder Innenrohres. Je nach Kaliber – und bei Bedarf – konnten darauf zur weiteren Verstärkung ein bis zwei weitere Ringe aufgeschrumpft werden.

15 cm RingkanoneDieses Verfahren beruhte auf einem Patent der Firma Krupp und wurde  für Geschütze zwischen  12 cm  bis hin zu einem Kaliber von 40 cm verwendet.

Ab 1892 wurden etwa 100  15 cm Ringkanonen, mit Rundkeilverschluss, von den Küstenbefestigungen an die Festungen im Inland abgegeben. Nach Abbildung 6 (Tabelle)in dem Aufsatz von H. Jäger, lag  die maximale Schussweite bei etwa 8100 m. Das Gewicht der Hartgussgranaten betrug 27,7 kg.

 

Die Ringkanonen, z. B. im Kaliber 15 cm, wurden ab 1892 durch die moderneren langen

15 cm Kanonen C 91, mit größerer Reichweite, ersetzt. Ein solches Gerät befindet sich in der WTS in Koblenz. Die Schussweite dieses Modells betrug etwa 10 200 m.

 

 

 

Randbemerkung:

Das Fort Kugelbake an der Elbmündung  bei Cuxhaven verfügte 1910 noch über 10 x 28 cm Ringkanonen  L/22 in Küstenlafetten.

Der Einsatz älterer Ringkanonen unterstützte 1915 die erfolgreiche Abwehr der  alliierten Landungen bei Gallipoli (Dardanellen).




 
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